01 Über mich

Über mich

Wie ich zum Wing Tsun kam

Lange Zeit bin ich als junge Frau nicht auf die Idee gekommen, „Kampfsport“ zu machen. Vermutlich wäre es auch nie dazu gekommen, hätte ich über die Jahre hinweg nicht immer mal wieder prägende Begegnungen mit Mitmenschen gehabt, die manchmal nur unangenehm „schräg“ waren, mal von Alkohol enthemmt und übergriffig, mal bedrohlich bis offen gewalttätig. Wer sich viel unter Menschen begibt, lernt menschliches Verhalten in seiner ganzen, manchmal nicht immer so schönen Vielfalt kennen.

Mir wurde an einem bestimmten Punkt in meinem Leben klar, dass ich mich selbst wehren können muss, weil weder mein großer Hund noch ein männlicher Freund immer an meiner Seite sind, um mir notfalls zu helfen. Ich wollte für den Ernstfall vorbereitet sein. Und so stieg ich ins Wing Tsun ein und studierte die schönen Künste des Kampfes.

Nebenbei studierte ich auch andere „schöne Künste“.
Graphik Design – Diplom im Jahr 2000

02 Ausbildung

Meine Ausbildung zur Wing Tsun Trainerin

Wing Tsun Lebenslauf

1. Technikergrad
Im Laufe der nächsten Jahre absolvierte ich nacheinander alle 12 Schülergrade. Je mehr ich lernte, umso mehr wuchsen mein Selbstvertrauen wie auch mein Wunsch, Trainerin zu werden und meine Kenntnisse weiterzugeben.
Ich hatte viel mit und an Männern trainiert und während meiner Trainerausbildung immer wieder festgestellt, dass sich der Unterricht für Frauen von dem für Männer wesentlich unterscheiden muss. Frauen werden anders angegriffen als Männer. Einen Mann interessiert im Training weniger, was er gegen einen würgenden anderen Mann ausrichten kann. Eine Frau wiederum sieht sich eher selten einem Zweikampf mit Fäusten
ausgesetzt.
Also habe ich mein Training für Frauen angepasst und 1995 in unserer Wing Tsun Schule die erste Frauenklasse gegründet.

Zum 1. Technikergrad (Trainer 1) ist folgender Aufsatz entstanden:

>> Mein Wing Tsun Lebenslauf

Statistik und Ammenmärchen

2. Technikergrad
In meinem nächsten Aufsatz habe ich all die Themen zusammengetragen , die im Laufe der ersten Jahre im Frauentraining immer wieder auftraten und für Diskussionen sorgten. Wie oft hörte ich Fragen wie: „wenn ich mich wehre, wird der Angreifer dann nicht noch wütender und brutaler? Wenn ich dem Angreifer in die Augen sehe, provoziert ihn das nicht unnötig?“ Erst als ich mich mit Statistiken des Landeskriminalamtes beschäftigte, konnte ich manche Fragen zufriedenstellend beantworten. Nutze Deine Chance, die Statistik spricht für die Gegenwehr!

Zum 2. Technikergrad (Trainer 2) ist der folgende Aufsatz entstanden:

>> Statistik und Ammenmärchen

03a Kampf gewinnen

Kampf gewinnen

In den ersten 15 Jahren war ich fasziniert von der Genialität des Wing Tsun Kampfstils. Jede neue Technik musste sich mir logisch erschließen. Ich wollte den Beweis dafür, dass sie tatsächlich für Frauen ebenso funktioniert wie für Männer. Im Sparring musste ich so manche Niederlage hinnehmen. Es dauerte seine Zeit, bis ich mich mit der erlernten Technik wirklich gegenüber der Kraft eines trainierten männlichen Gegners durchsetzen konnte. Im wahren Leben hatte ich derweil zwei Auseinandersetzungen, bei denen ich tatsächlich ernsthaft zulangen musste. Hier zu gewinnen war viel leichter, als im „Ring“ beim Training. Lektion gelernt. Adrenalin und Überraschungseffekt waren auf meiner Seite. Meine Technik war abrufbar ohne nachzudenken. Ich hatte den Beweis, nach dem ich so lange gesucht hatte.

Doch nicht immer werde ich auf den Überraschungseffekt zählen können. Für mich umso mehr Grund weiter zu üben.

Üben, üben, üben – wo man gerade geht und steht!

Besonders schön fand ich die Trainingscamps, die eine oder zwei Wochen intensivstes Training bedeuteten. Was wir hier lernten war intensiv. Und  gespeichert.  Abrufbar bis in alle Zeiten. Nein Quatsch. Aber natürlich nachhaltiger als kurze Tageslehrgänge. Tolle Freundschaften und schöne Ferien mit eingeschlossen.

Inspirationen aus dem Trainingscamp Kroatien mit Sifu Thomas Schrön

Die 7 Sektionen des Chi Sau Trainings

1. Sektion
2. Sektion
3. Sektion
4. Sektion
5. Sektion
6. Sektion
7. Sektion

03b Kampf vermeiden

Kampf vermeiden

In den darauffolgenden Jahren habe ich mich mehr und mehr mit Verhaltens­forschung und Sozialpsychologie beschäftigt und Erkenntnisse
aus diesen Bereichen in mein Training einfließen lassen.

Eine ganze Reihe von Forschern versteht Verhalten als Interaktion zwischen Organismus und Umwelt, als eine Veränderung, die auf Außenreize folgt. Verhalten ist in diesem Sinne erst einmal jede wahrnehmbare Aktivität von Menschen und Tieren.

Wir reagieren aber nicht nur offen und direkt auf unsere Umwelt!

Selbst wenn wir keine äußere Regung zeigen, kann dennoch unser Denken auf Hochtouren laufen: Wie komme ich am besten aus dieser misslichen Lage wieder raus?

Wie zeige ich, dass ich kein Opfer bin? Wie soll ich am besten handeln? Ich analysiere die Situation und mache mir einen Plan… verdeckt und von außen unbemerkt.

Die fehlende Regung kann ganz unterschiedlich verstanden werden. Ich kann tun, was ich will: ich kann mich einfach nicht nicht verhalten!

Verhalten wird daher teilweise auch klar von Handlung unterschieden. Während Verhalten auch verhalten sein kann, setzt Handlung eigenes, aktives, auf ein Ziel ausgerichtetes Zutun voraus.

Kommunikation von Tieren lernen

In meinen Trainings führe ich oft Beispiele an, wie Tiere untereinander kommunizieren, um Konflikte zu vermeiden oder so zu lösen, dass ernsthafte Verletzungen vermieden werden. Die aktuelle Verhaltensforschung zeigt, dass die Grenzen zwischen Mensch und Tier dabei fließend sind und nicht, wie früher postuliert, klar. Die auffälligen Parallelen liefern Anregungen, wie Mimik und Gestik verstanden und gezielt eingesetzt werden können.

Körpersprache wird unbewusst gesendet

Nonverbale Botschaften sind schnell. Sie werden schneller gesendet und schneller verstanden als Sprache. Bewegungen und Haltungen, Gegenstände und Umgebung, die Distanz von Individuen zueinander im Raum sind einige der Informationen, die wir fortlaufend und meist unbewusst analysieren. In Sekundenbruchteilen vermitteln Menschen größtenteils nonverbal ihre Einstellungen, Emotionen und das Ausmaß ihres Selbstbewusstseins. Und damit bestimmt die persönliche Ausstrahlung auch, wer gerade eine Situation in welcher Weise steuert. Das Ziel ist es die unterbewussten Signale ins Bewusstsein zu holen und nun bewusst Signale zu senden.

04 Qualifikationen

Qualifikation

25 Jahre EWTO

Seit 25 Jahren bin ich nunmehr bei der EWTO und habe in der Zeit viel gelernt und gemacht. Hier könnt ihr euch meine Qualifikationen und Urkunden ansehen.